Bluttransfusion

 

 

Der Blutverlust bei einer Operation am offenen Herzen ist außerordentlich gering. Er beträgt normalerweise ca. 200ml. Das ist bei einem zirkulierenden Blutvolumen von ca. 4 Litern bei Frauen und bis zu ca. 6 Litern bei Männern in der Regel zu vernachlässigen.


Dennoch wird in bestimmten Fällen eine Transfusion von Blut oder Blutbestandteilen notwendig, und zwar bei 26 % der Patienten pro Jahr. Frauen sind hierbei häufiger betroffen als Männer. Das liegt daran, dass ihr Blutvolumen (abhängig von Größe und Gewicht) und ihr Gehalt an Hämoglobin (Hb) niedriger ist als bei Männern. Auch das Alter der Patienten, die Art des Eingriffs und die Dauer der Operation spielen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung, ob eine Bluttransfusion erforderlich ist oder nicht.


Wir sind sehr zurückhaltend bei dieser Entscheidungsfindung, d.h. erst nach strenger Überprüfung der vorliegenden Daten stellen wir die Indikation zur Bluttransfusion. Für jeden Patienten werden im Labor die Blutgruppe bestimmt und Blutkonserven bereit gestellt, die im Bedarfsfalle abgerufen werden können. Bei den Patienten, bei denen eine Bluttransfusion wahrscheinlich ist, werden die Konserven am Operationstag in den OP transportiert und können dort jederzeit eingesetzt werden.


Selbstverständlich verabreichen wir nur Konserven, die vorher darauf hin getestet wurden, ob sie frei von infizierenden Krankheiten sind (z.B. Hepatitis, AIDS). Eine Infektion mit eben diesen Krankheiten ist so gut wie ausgeschlossen.


Während der Operation werden blutsparende Methoden eingesetzt, um auf die Gabe von Fremdblut verzichten zu können.


Intraoperativ kommen der „Cell-saver“ und die Hämofiltration zum Einsatz. Beim Cell-saver wird das in einem Reservoir aufgenommene eigene Blut gewaschen, d.h. von Zelltrümmern, Medikamenten und Flüssigkeit befreit und als Konzentrat von roten Blutzellen, den Erythrocyten, dem Patienten zurücktransfundiert. Bei der Hämofiltration wird das durch die Herz-Lungen-Maschine fliessende eigene Blut von überflüssigem Wasser und Gewebeflüssigkeit befreit. Auch hier findet ein Konzentrationsprozess statt.


Patienten, die aus religiösen Gründen (z.B. Zeugen Jehovas) oder aus anderen persönlichen Gründen eine Gabe von fremdem Blut oder Blutbestandteilen kategorisch ausschliessen, können ebenfalls von uns operiert werden. Bei diesen Patienten kommen oben aufgeführte blutsparende Methoden verstärkt zum Einsatz. Eine Gabe von Fremdblut oder fremden Blutbestandteilen findet in diesen Fällen nichtstatt. Manchmal muss bei diesen Patienten eine Vorbehandlung erfolgen (Erythropoetin-Gabe), um das Risiko der Operation zu vermindern.

 

 

 

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Weitere Mitarbeiter in leitenden Funktionen

 

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Dr. med. Wulf Neckel
Ltd. OA Kardioanästhesie
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Ltd. Anästhesie-Schwester
Tel. 040 55 88-6720
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Workshop komplett arterielle Revaskularisation

 

Jubiläum

 

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes e.V., gratuliert dem Gründervater des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums, Prof. W. Füllbrandt und den Männern der ersten Stunde anlässlich des Jubiläums "25 Jahre Herzmedizin am Albertinen-Krankenhaus"

 

Von links: M. Scheller, Prof. W. Füllbrandt, Prof. F.-C. Rieß, J. Kormann, Dr. P. Kremer, Prof. N. Bleese. Foto: Andreas Rieß

 

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